Studium der Physik

Die Physik ist neben der Mathematik das wohl anspruchsvollste Fach im Bereich der reinen Naturwissenschaften, was natürlich auch im sehr mathematischen Charakter der Physik begründet liegt. Vereinfacht lässt sich die Physik definieren als die Beschreibung aller natürlichen Vorgänge, ausgedrückt in den Worten der Mathematik. Die übersetzte Bedeutung des Wortes, nämlich Naturlehre oder Naturforschung, ist somit durchaus wörtlich zu nehmen und deutet bereits an, warum die Physik Formelsammlung während des gesamten Studiums eine wichtige rolle spielen wird.

Physikstudium damals und heute: vom Diplom zum Master

Obwohl die Physik sich alleine aufgrund ihres Schwierigkeitsgrades deutlich von den meisten Studiengängen abhebt, teilt sie eine wichtige Gemeinsamkeit, und zwar die Umstellung vom Diplom zum Bachelor / Master-System. Dieses beginnt stets mit dem dreijährigen Bachelor-Studium, an dessen Ende eine drei- bis viermonatige Bachelor-Arbeit steht. Ist diese erfolgreich absolviert, kann der Bachelor-Titel als sogenanntes “kleines Diplom” entweder als Abschluss genutzt werden, um direkt in den Arbeitsmarkt einzusteigen, oder um ein fortführendes Master-Studium zu absolvieren. Die Beendigung des zweijährigen Masters ist mit dem altbekannten Diplom gleichzusetzen und bietet damit beste Voraussetzungen für attraktive Jobs.

Die Voraussetzungen: Begabung, aber vor allem Disziplin

Wie alle schwierigen Studiengänge, ist die Physik in erster Linie als sehr arbeitsames Fach zu verstehen. Bedeutet: Ohne Disziplin, Ausdauer und die Verschiebung der eigenen Grenzen haben selbst Hochbegabte große Probleme, das Studium erfolgreich zu absolvieren. Grund dafür sind zum einen die hohen Anforderungen in Sachen Transferdenken und Komplexität, zum anderen aber auch die Zusammenhänge zwischen den vielen Teilbereichen, durch die ein stetiges Lernen quasi zur absoluten Voraussetzung wird. Schullehrer, Dozenten und Professoren erwähnen nicht ohne regelmäßig, dass die Physik eben kein sogenanntes Schubladenfach ist, in dem das einmal Gelernte nach der Prüfung vergessen werden kann. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Stoff während des ganzen Studiums aufeinander aufbaut, und zwar in höherem Maße, als es bei anderen Studiengängen der Fall ist.

Hinzu kommen natürlich noch die ganz persönlichen Anforderungen an die Fähigkeiten des Studierenden. Obwohl das Studium mit genügend Einsatz in jedem Fall beendet werden kann, zeigt sich gerade in der Physik, dass mathematisch begabte Studenten große Vorteile haben – vor einem respektablen Mindestmaß an Arbeitsbereitschaft schützt dies jedoch nicht.

Die ganze Welt der Wissenschaft – komprimiert in der Physik

Einer der interessantesten Faktoren in der Physik ist die Unterteilung in die vielen einzelnen Themengebiete. Diese beginnen normalerweise bei der Mechanik, also der Bewegungslehre, und führen über Elektromagnetismus und Optik zu hochkomplexen Feldern wie der Atom- und Kernphysik, wo auch die weltberühmte Relativitätstheorie ins Spiel kommt – und zwar auf hohem Niveau.

Die Formel an der kein Physiker vorbeikommt. Einsteins Relativitätstheorie


Ein weiterer Indikator für die Bedeutung der Physik ist die Tatsache, dass Physik in vielen anderen technisch orientierten Fächern zu den Pflicht-Nebenfächern gehört. Die Beispiele dafür sind zahlreich: Ob in der Human-, Zahn- oder Tiermedizin, den Geowissenschaften, der Biologie, der Chemie und natürlich in Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik, ganz zu schweigen von der Mathematik selbst, führt praktisch kein Weg an gewissen Grundkenntnissen in der Physik vorbei, auch wenn die Vorlesungen dort teils in vereinfachter Form abgehalten werden.

Die Ausstattung: Taschenrechner, Bleistift, Formelsammlung

Auch bezüglich des Materials hebt sich die Physik von anderen Fächern ab. An vorderster Front steht dabei der Taschenrechner, der für viele Berechnungen absolut notwendig ist, nicht zuletzt wegen der vielen Naturkonstanten. Doch hier hilft ein so einfaches, wie effektives Hilfsmittel weiter. Die allseits bekannte Formelsammlung. Diese gibt es auch in spezieller Ausführung ausschließlich für das Fach Physik. In dieser Physik Formelsammlung, finden sich dann wichtige Formeln, Sätze und Konstanten die der Physiker braucht. Die Physik Formelsammlung ist in den meisten Klausuren zur Mitnahme zugelassen und stellt die Voraussetzung für ein erfolgreiches Bestehen dar.